BAB BERLINER  ARBEITSKREIS  FÜR  BEZIEHUNGSANALYSE   E.V.
Angewandte Psychoanalyse in Therapie und Beratung von Familien, Paaren und Gruppen
Konferenz Oktober
 
WISSENSCHAFTLICHE KONFERENZ 20.10.2012
»Langzeitfolgen erzwungener Festhaltetherapien«
ReferentInnen Prof. Dr. Christiane Ludwig-Körner
Dr. Ute Benz (BAB)
Dr. Miriam Bistrovic
Dr. Elke Nowotny (Kinderschutz-Zentrum Berlin)
Dr. Christine Maihorn (Kinderschutz-Zentrum Berlin, BAB)
Sibylle von Eicke (BAB)
Peter Ellesat (Kinderschutz-Zentrum Berlin, BAB)
Moderation Monika Zimmer (Vormittag)
Dr. Angelika Königseder (Nachmittag)
Zeit Samstag, 20.10.2012, 09.00-18.00 Uhr
Ort Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin
10099 Berlin, Unter den Linden 6
Teilnahmegebühr EUR 15,00
Keine Teilnahmegebühr für Studenten
Inhalt
Gewalt gegen Kinder durch erzwungene »Festhaltetherapien« hinterlässt keine blauen Flecken, aber psychische Beschädigungen beim Kind durch kumulative Traumatisierung.
Die Propagandisten solcher ideologisch, religiös oder pädagogisch verbrämter Kindesmisshandlung sind nicht bereit, das eigene Gewaltverhalten gegenüber dem Kind und die eigene Ideologie kritisch zu hinterfragen. Die Behauptung, dass alles nur aus Liebe geschehe, gehört von Anfang an zur religiösen Attitüde der Erfinderin dieser Praktiken, Jirina Prekop. Dass die Prozedur lediglich geschehe, um emotionale Blockaden des Kindes zu lösen, ist nur eine anders klingende Variante derselben unsinnigen Rechtfertigung einer Gewaltmethode.
Massive Kritik an Methoden, Begründungen, Diagnosen und Indikationen gibt es seit Langem durch renommierte Fachleute, doch weil der breite gesellschaftliche Diskurs um Jugendschutz in Therapien ausblieb, fühlen sich die Verfechter der Festhalteverfahren unbehelligt und propagieren ihre Methoden auf dem Markt der Fortbildungen nach Belieben und in Kombination mit irgendwelchen pädagogischen oder esoterischen Verfahren.
Gewalt gegen Kinder durch erzwungenes Festhalten bedarf der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit und des öffentlichen Diskurses. Kinderschutz ist notwendig und Aufklärung darüber, dass ein breiter Personenkreis von Pädagogen, Psychologen, Erziehern, Therapeuten, Ärzten, Eltern ein Verfahren billigt, das Kindern schweren Schaden zufügt.
Anmeldung Berliner Arbeitskreis für Beziehungsanalyse, Email ute.benz@berlin.de
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